Die Bogenklassen

Der Blankbogen

Als Blankbogen gilt ein olympischer Recurvebogen, der jedoch ohne jegliche Zielhilfen (Visier, Stabilisatoren, etc.) geschossen wird. Anders wie beim Schießen mit einem olympischen Recurvebogen, kommt hier das sogenannte „Stringwalking“ zur Anwendung. Dabei greift der Schütze je nach Entfernung vom Ziel weiter oder weniger weit unter dem eingenockten Pfeil in die Sehne.

Der Jagdrecurve oder auch Feldbogen

Der Jagdrecurvebogen ist der Bauart zufolge mit dem Blankbogen vergleichbar. Das Mittelstück des Jagdrecurvebogens muss jedoch aus Holz bestehen. Die Schussart ist instinktiv, es werden keine Zielhilfen verwendet und auch das Stringwalking fällt in dieser Bogenkategorie weg.

Der Olympic-Recurve Bogen

Der Recurvebogen besteht, ähnlich wie der Compoundbogen, aus Metall. Er ist international als „Olympic Recurve“ bekannt, da er bis heute als einzige Bogenart bei den Olympischen Spielen zugelassen ist. Der Name weist auf die Enden der Wurfarme hin: „Re-“ (= Gegenrichtung), „-curve“ (= gebogen). Weitere Merkmale sind Zielhilfen wie Visiere und Stabilisatoren.

Der Compoundbogen

Der Compoundbogen ist eine moderne Ausführung des Bogens, die 1966 in den USA erfunden wurde. Das auffälligste Merkmal sind kleine nockenähnliche exzentrische „Kurvenscheiben“ bzw. Rollen an den Bogenenden. Der Compoundbogen wird oft mit dem Flaschenzug in Verbindung gebracht, dieser fand jedoch nur bei früheren Modellen Anwendung.

Der Langbogen

Dieser Bogen ist dem englischen Langbogen nachempfunden. Heute werden allerdings moderne Werkstoffe, wie Carbon oder Glasfieber, zur Verstärkung verwendet. Geschossen wird instinktiv, ohne Zielhilfen und vorwiegend mit Holzpfeilen.

Der Selfbow oder Primitivbogen

Der Primitivbogen ist aus einem Stück Holz und ohne künstliche Werkstoffe gefertigt. Geschossen wird auch instinktiv und ohne Zielhilfen. Die Pfeile bestehen in erster Linie aus Holz.